SPD-Generalsekretärin Katja Mast hat den Erfolg von Sozialministerin Altpeter beim Europäischen Sozialfonds (ESF) als „weiteren Baustein Baden-Württembergs auf dem Weg zum Musterland für Gute Arbeit“ hervorgehoben. Altpeter hatte heute mitgeteilt, dass Baden-Württemberg mit dem Programm „Chancen fördern“ den Weg durch das europäische Prüfverfahren schneller als alle anderen Bundesländer geschafft habe.
Veröffentlicht von SPD-Landesverband am 12.09.2014
Das Schuljahr 2014/2015 zeichnet sich erneut durch wichtige Neuerungen aus. Kultusminister Andreas Stoch leitet neue Reformschritte in die Wege, damit sich die Schulen gut auf künftige Herausforderungen einstellen können. An erster Stelle stehen die Inklusion und die Ganztagsgrundschule.
„Wir müssen die Schulen auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten. Die Ganztagsgrundschule ist besonders wichtig, um Familien zu unterstützen, sobald die Kinder aus den Kindertagesstätten in die Schule kommen. Ein neues Schulgesetz zur Inklusion für Kinder mit Behinderung wird von vielen Eltern und Kommunen sehr gewünscht und ist auch angesichts der UN-Behindertenrechtskonvention rechtlich notwendig“, erklärte Stoch.
Veröffentlicht von SPD-Landesverband am 11.09.2014
Baden-Württemberg punktet im Länder-Vergleich mit kleinen Klassen: Bei den Grundschulen liegt der Südwesten auf einem Spitzenplatz. Und auch in den weiterführenden Schulen gehen deutlich weniger Schülerinnen in Schüler in eine Klasse als im Bundesdurchschnitt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Danach lag im Schuljahr 2012/13 die durchschnittliche Klassengröße in den Grundschulen (Klassestufen 1 bis 4) in Baden-Württemberg bei 19,7 Schülerinnen und Schülern. Damit waren die Klassen im Mittel deutlich kleiner als im bundesweiten Durchschnitt, der bei 21,0 Schülerinnen und Schüler lag. Nur Sachsen-Anhalt und Hessen hatten noch kleinere Klassen.
Veröffentlicht von SPD-Landesverband am 11.09.2014
Evelyn Gebhardt, unsere Abgeordnete im Europäischen Parlament, hat folgenden Bericht zum Thema Freihandel auf Ihrer Facebookseite veröffentlicht:
https://www.facebook.com/pages/Evelyne-Gebhardt/253121031481890
„Mehr Handel an sich ist nichts Schlechtes. Wenn es in Handelsabkommen jedoch darum gehen sollte, Standards abzusenken und auf dem Rücken der Bürger und Bürgerinnen einseitig Wirtschaftsinteressen zu bedienen, kann ich daran keinen Fortschritt erkennen. Im Gegenteil! Arbeitnehmerrechte, ein hohes Verbraucherschutzniveau, strenge Umweltvorschriften und die Achtung hoher Datenschutzstandards sind für mich nicht verhandelbar! Zudem dürfen internationale Abkommen wie TTIP und CETA nicht Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aushebeln.
Ganz klar: Einem Vertragswerk, das lange und hart erkämpfte Errungenschaften über Bord wirft und das noch dazu in völliger Intransparenz ausgehandelt wird, werde ich definitiv nicht zustimmen können“, bezieht Evelyne in der aktuellen Diskussion über TTIP und Co. Position.
Erst kürzlich bekräftigte sie diese Haltung auch im Gespräch mit Vertretern des Vereins Mehr Demokratie e.V., die im Rahmen einer Aktionstour in Schwäbisch Hall Station machten (TEAM EG).
Foto: © Mehr Demokratie e.V. Baden-Württemberg
Hier gehts zum Bild:
https://www.facebook.com/253121031481890/photos/a.253402571453736.58489.253121031481890/546418258818831/?type=1&theater
Kommentar Bernhard Gärtner:
In der Region wird schon kräftig über diese Handelsabkommen und die Folgen für uns alle diskutiert. Es wurde ein regionalen Bündnisses "Stop TTIP Alb-Donau-Iller" mit der ganzen Bandbreite der Gesellschaft an Interessensgruppen geschmiedet, um TTIP und andere Freihandelsabkommen zu stoppen. Und die entsprechende Reaktion durch den Pressesprecher der EU-Kommissison zeigt, dass diese Diskussion aus der Region Alb-Donau/Iller in Brüssel sehr aufmerksam verfolgt wird.
Hier der Link zum Bericht in der Südwestpresse vom 05.09.2014:
http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Ulmer-TTIP-Gegner-fordern-mehr-Oeffentlichkeit-bei-Freihandelsabkommen;art4329,2778491
Veröffentlicht von SPD Kreisverband Alb-Donau am 07.09.2014
HILDE MATTHEIS
MITGLIED DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES
Erklärung vom 1.September 2014
Persönliche Erklärung zur Abstimmung über den Entschließungsantrag 18/103:
„Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge im Irak und Kampf gegen die Terrororganisation IS“
Waffenlieferungen in Krisengebiete bedeuten eine Abkehr von unserer bisherigen
SPD- Außenpolitik. Die Risiken und Folgen sind nicht abschätzbar. Es ist daher zu
begrüßen, dass eine Sondersitzung des Deutschen Bundestages zu dieser wichtigen
Frage einberufen wurde, um den Parlamentarierinnen und Parlamentariern die
Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zu äußern und eine gesellschaftliche Debatte
anzustoßen.
Die Entscheidung der Bundesregierung militärische Rüstungsgüter an die Kurden im
Irak zu liefern, ist niemanden leicht gefallen. Eine Positionierung in dieser Frage ist
auch für jede Abgeordnete und jeden Abgeordneten eine schwierige Abwägungsfrage,
die in Anerkennung vor den Argumenten der jeweils anderen Meinung geschehen
muss. Die Bundesregierung hat die Folgen und Risiken abgewogen und ist zu der
Entscheidung gekommen, dass die militärische Unterstützung der kurdischen
Kämpferinnen und Kämpfer mit Panzerabwehrraketen, Panzerfäusten,
Sturmgewehren und Handgranaten notwendig sei, um die Bevölkerung im Nordirak
vor der ISIS zu beschützen, auch wenn diese Entscheidung hohe Risiken birgt. Diese
Entscheidung wird aber nicht nur im konkreten Fall Konsequenzen haben. Auch bei
zukünftigen Konflikten wird es dazu kommen, dass Staaten oder einzelne Gruppen
nach Waffenlieferungen verlangen werden. Die Bundesregierung schafft somit einen
Präzedenzfall, dessen Folgen weit über den aktuellen Konflikt im Irak hinausreichen.
Ich persönlich möchte in der Abwägung dem eingeschlagenen Weg nicht folgen.
Darüber hinaus sehe ich das Risiko, dass die Waffenlieferungen im konkreten Fall
dazu führen werden, dass eine regionale Gruppe innerhalb des Iraks aufgerüstet wird,
die diese Waffen wiederum gegen den irakischen Staat oder einen anderen Staat
richten kann. Zudem verteilen sich Kleinwaffen in Krisenregionen besonders schnell
und können in falschen Händen Konflikte auslösen oder verschlimmern. Denn gerade
in dem Konflikt wird immer offensichtlicher, dass IS amerikanische Beutewaffen mit
höchster Wirkungsfähigkeit einsetzen. Es ist daher darauf hinzuwirken, die Verbreitung
von Kleinwaffen und anderen Waffen zu stoppen. Die Konsequenzen von
Waffenexporten in Krisengebiete im Allgemeinen und im konkreten Fall wiegen meines
Erachtens so schwer, dass ich die Waffenlieferungen nicht unterstützen kann.
Meiner Auffassung nach muss die internationale Gemeinschaft in Krisensituationen
gemeinschaftlich agieren. Die Vereinten Nationen sind befugt und gefordert, bei
Gefährdung der internationalen Sicherheit über mögliche Maßnahmen zu entscheiden.
Sie sollten unterschiedliche Alternativen wie zum Beispiel Fluchtkorridore für die
Zivilbevölkerung in Erwägung ziehen. Die Nachbarstaaten, die den IS mit Waffen oder
Geld unterstützen, müssen von der internationalen Gemeinschaft zur Verantwortung
gezogen werden. Darüber hinaus muss sich die internationale Gemeinschaft fragen,
- 2 -wie der stete Zulauf zu radikal-islamischen Organisationen wie der ISIS langfristig
verhindert werden kann. Friedenspolitik kennt keine einfachen Antworten. Das
bedeutet jedoch nicht, dass es keine Alternativen zum derzeitigen Handeln gibt.
Hilde Mattheis, MdB
Veröffentlicht von SPD Kreisverband Alb-Donau am 07.09.2014